Eröffnungsgottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Günzburg in Heilig Geist am Sonntag, den 13.10.2019

 

 

Großer Eröffnungsgottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Günzburg

Die Begegnung mit Jesus – das zentrale Anliegen einer Glaubensgemeinschaft.

Nicht Strukturen und äußere Rahmenbedingungen sind das Entscheidende im Leben eines gläubigen Christen, sondern Gott und die Beziehung zu Jesus. Auch wenn alle Äußerlichkeiten perfekt gestaltet und organisiert sind, so kann dies nur ein kleiner Bestandteil für ein funktionierendes Miteinander in einer Gemeinde sein. Viel wichtiger sind ein Leben im Glauben und das Erkennen dieser unerschöpflichen Kraftquelle, die Gott den Menschen schenkt. Diese Erkenntnis eint nicht nur die Christen im Stadtgebiet Günzburg sondern auf der ganzen Welt.

Die Heimatpfarrei soll nach wie vor der feste Punkt für die Gläubigen bleiben, gleichzeitig kann aber die Öffnung in die Pfarreiengemeinschaft eine Vielfalt der Begegnungen und Möglichkeiten bieten. Grenzen sollen überwunden – die Begegnung mit Jesus  in den Vordergrund gestellt werden.  

Pfarrer Christoph Wasserrab unterstrich in seiner Predigt diese grundlegenden Überlegungen in der vollbesetzten Kirche in Heilig Geist am vergangenen Sonntag beim Eröffnungsgottesdienst der Pfarreiengemeinschaft Günzburg.

Begegnungen mit Jesus bringen Heil. Das ist die Botschaft des Lukas Evangeliums vom dankbaren Samariter, das bei diesem Gottesdienst gelesen wurde. Heilsame Begegnungen mit Jesus und stärkende Erfahrungen im Glauben haben die Mitglieder jeder Pfarrei der neuen Pfarreiengemeinschaft erleben dürfen. Die Glaubenszeugnisse, die von Vertretern der jeweiligen Pfarrei vorgestellt wurden, brachten die Fülle der Glaubenserfahrungen in beispielgebender Weise zum Ausdruck und gaben einen Einblick über die Bandbreite der Angebote in den einzelnen Gemeinden.

Ein Klangerlebnis der Extraklasse war die musikalische Ausgestaltung des Gottesdienstes, an der sich alle Chöre der einzelnen Pfarreien beteiligten. So unterschiedlich die Schwerpunkte der einzelnen Chöre sind, so unterschiedlich gestalteten sich auch die jeweiligen Beiträge, um sich dann im Schlusschoral „Großer Gott wir loben Dich“ zu einer großen und gewaltigen Gemeinsamkeit zusammenzufügen. Einen Solopart, der besser nicht geplant hätte werden können, übernahm die kleine Greta, die auf dem Arm ihrer Mutter mit ihrem glückseligen Glucksen während der Gabenbereitung die Herzen der Gläubigen erfreute.

Die große Schar der Ministranten gab ein ganz besonderes Zeugnis des Glaubens. Insgesamt 63 Messdiener aus allen Pfarreien des Stadtgebietes  trafen sich an diesem Sonntag in Heilig Geist und trugen auf beeindruckende Weise zum Gelingen des Gottesdienstes bei. Sie werden das Wachsen der Pfarreiengemeinschaft von Beginn an miterleben und mittragen und das an diesem Sonntag erstmalig erlebte Miteinander auch bei zukünftigen Begegnungen pflegen. 

Wie wertvoll der Glaube sein kann, betonte auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig in einem Gespräch am Rande des Gottesdienstes: „Die Menschen werden sich wieder auf die inneren und geistlichen Wert besinnen und erkennen, welche Kraft aus dem Glauben geschöpft werden kann.“ 

Die wachsende Lebendigkeit der Pfarreiengemeinschaft wurde beim anschließenden Empfang im Foyer und Gruppenraum erfahrbar. Die mitgebrachten Speisen der Gottesdienstteilnehmer ergaben ein umfangreiches Büfett, in dem sich die Vielfältigkeit der Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft widerspiegelte. Es entwickelte sich ein reger Dialog, der bis in die Nachmittagsstunden andauerte.  

Claudia Jahn